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Abschaffung der Frauendiskriminierung!

Das Büro für "gender und diversity" sollte aufhören ständig E-Mails betreffend irgendwelcher Joga-Kurse und dergleichen nur an Studentinnen zu verschicken!

1. Wieso muss ich ständig solchen Spam aus meinem Postfach löschen (der dank mehrerer Zugehörigkeiten gleich in dreifacher Ausfertigung kommt) und meine männlichen Kommilitonen bleiben davor verschont?

2. Ist es nicht diskriminierend solche Kurse den männlichen Universitätsangehörigen zu verwehren?

Mein Vorschlag wäre es, eine eigene Mailingliste anzulegen, auf der sich Leute freiwillig eintragen können, wenn sie zu solchen Kursangeboten Informationen wünschen.

NotAMonkey , 08.01.2013, 18:53
Antwort des Administrators
alibaba, 26.04.2013
Der Sprat spricht das Thema mal beim Büro für Gender und Diversity an und fragt, mit welcher Begründung es welche e-mail-Verteiler gibt.

Außerdem gibt es i.d.R. immer die Möglichkeit sich aus Mailverteilern auszutragen, vielleicht sollte auf diese Option verstärkt hingewiesen werden.
Ideenstatus: abgeschlossen

Kommentare

Noya, 21.01.2013, 12:57
Ich glaube, wir sind alle der Meinung, dass Diskriminierung gegen Frauen "abgeschafft" werden muss. Ob das "fördern" einer diskriminierten Gruppe dann auch gleich eine andere diskriminiert, ist fraglich ;) .

Abseits dieser eher komplexen Thematik: Die Uni verschickt zu viel Spam - und dagegen sollte etwas getan werden.
auchBetroffen, 13.03.2013, 17:21
Das diskriminiert mich genauso, wie muslime@fau.de, linkshänder@fau.de usw. diskriminierend wäre.

Die Grenze um eine künstlich abgegrenzte Gruppe wird nicht durch fortwährende Abgrenzung dieser Gruppe aufgelöst. Es fördert das Image eine Sonderbehandlung nötig zu haben, insbesondere dadurch, dass es eine offizielles Liste ist. Es gibt auch keine extra Liste für langhaarige Männer -- die haben bestimmt auch schlechtere Job-Chancen als angepasste Schwiegersöhne -- sollten wir die nicht auch mit einer Liste fördern?

Die ESG eV ist zB keine Diskriminierung aufgrund der Religion, weil es zwar uninah, aber eben nicht offiziell und auch kein Automatismus ist. Würden alle protestantischen Uniangehörigen -- und nur diese! -- automatisch in protestanten@fau.de landen wäre das so offensichtlich Diskriminierung, dass kein Mensch auf die Idee käme. Obwohl Protestanten im Bundesland doch in der Unterzahl sind.

Solche Liste helfen nicht gegen reale Benachteiligung, weil sie am konkreten Einzelfall nichts ändern, und sind --sobald sie von offizieller Seite aus geführt werden-- eindeutig eine Nummer zu viel des Guten; es geht schließlich nicht um einen Studentinnen-Verein aus dem Uni-Umfeld, analog zu Studenten-Corps.

Selbst wenn es auch eine männer@fau.de-Liste gäbe würde noch eine Grenze gezogen wo keine hingehört -- dann wäre es nur in sofern besser, als das es kein aufgezwungenes Belächeltwerden mehr ist, und die beiden künstlich erschaffenen Gesellschaftshälften zumindest en par sind.

Eine "komplexe Thematik" ist das nun wirklich bei Leibe nicht, sondern auf einer Stufe mit automatischer Extrahilfe für Mädchen im Matheunterricht. Weil die das ja nicht können. Also fördern. Is klar.

Vielleicht lässt sich ja eine extra Studentinnen-Nachhilfe einrichten, damit weniger durchfallen und so die Absolventinnen-Zahl steigt? Und wenn das nicht hilft, dann eben nicht nur "Förderangebote" sondern auch "Förderbedingungen" -- also eine Parallelklausur, mit einfacherer Bestehensgrenze?
Am Besten gleich noch eine Quote einführen.

Das Argument wie viel die Uni insgesamt verschickt tut dabei auch gar nichts weiter zur Sache.
Hoert hoert!, 14.03.2013, 14:48
Du sprichst mir aus der Seele. Danke!
-.-, 19.03.2013, 12:52
Ihr lacht, es gibt einen auslaendische-studierende@fau.de, keine Ahnung wie ich in den Verteiler gekommen bin ;), aber die Mail mit zur Veranstaltung zum Thema: Wie benehme ich mich in einem
deutschen Unternehmen? war wohl kein Witz. -.-

Zur Sache:
Das Gender-&Diversitybüro sollte endlich seine blöden pinken Pappaufsteller nehmen und die Studierende und Mitarbeitende und Dozierende nicht in Kategorien aufteilen sondern ein bisschen Gleichheit schaffen. Jogakurse helfen da gänzlich wenig und sind uniweit eigentlich eher der running gag.
wegMitDenSchubladen, 07.05.2013, 15:09
Sehe ich genauso.

Das notorische Schubladendenken verwundert mich in einem Büro, dass sich als /Frauen/beauftragte und nicht als /Gleichstellungs/beauftragte versteht allerdings wenig; leider sogar Kraft des Hochschulgesetzes formalkorrekt so.
Anna, 09.04.2013, 00:05
Ich habe jetzt bestimmt schon fünfmal die gleiche Mail bekommen, in der es um Seminarangebote zur Förderung der Frauen in der Wissenschaft geht.

'Wer eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen will, steht beim Thema „Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft“ vor einer besonderen Herausforderung."'

Was hilft es mir, wenn ich Familie und Beruf vereinbaren kann, mein Lebenspartner aber nicht? Muss ich als Frau das alles machen und mein Mann nicht? Wieso steht dieses (und noch weitere aus den oben genannten Seminarangeboten) nur Frauen zur Verfügung? Sollten 'die Männer' nicht auch Zugang dazu bekommen? Wenn ein Angebot für gemischte Gruppen nicht erwünscht ist, kann man die Seminare doppelt anbieten?

Vielleicht sollte ich das Büro für Gender und Diversity doch mal anschreiben.
grrrrr, 02.10.2013, 17:28
Heute kam schon wieder 4 mal die gleiche Mail. Es nervt! Wieso muss die sowohl an "Studentinnen@..." als auch an "Studierende@..." geschickt werden? Oder gibt es auch Studentinnen die keine Stundierenden sind?

"Außerdem gibt es i.d.R. immer die Möglichkeit sich aus Mailverteilern auszutragen, vielleicht sollte auf diese Option verstärkt hingewiesen werden. "

Sich (falls das ueberhaupt moeglich ist) aus offiziellen Mailinglisten der Uni auszutragen, finde ich keine Loesung des Problems. Die Frage hat meines Erachtens also nicht den Status "abgeschlossen" verdient!
Bene, 02.10.2013, 17:53
nur kurz zur Klärung: Wenn wir das hier nicht auf 'abgeschlossen' setzen würden, würde es immer ganz am Anfang stehen (zumindest solange kein anderes Thema mehr Stimmen bekommt)
Das wäre schade für andere Themen, die vielleicht noch Stimmen brauchen.

Zum Thema: Ich habe den Eindruck, es ist weniger geworden (bin allerdings auch keine Studentin ;), wir haben das auch schon mal im Unileitungsgespräch angesprochen und behalten es im Hinterkopf.

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